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Von Silvia Kurth
Die Fotografie war das erste wirklich revolutionäre Reproduktionsmittel, wie Walter Benjamin 1936 in seinem berühmten Aufsatz Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit bemerkt. Mehr denn je gilt heute, im Zeitalter der Digitalisierung der Fotografie, ihre "verborgene politische Bedeutung". So wie die darstellende Kunst durch die Fotografie ihre Exklusivität als Mittel zur Abbildung verlor, so verliert heute die Fotografie selbst ihre Exklusivität. Die digitale Fotografie ist die wirkliche Demokratisierung des Mediums. Der Fotografie kommt ihr handwerklich-künstlerischer Anspruch weitestgehend abhanden, weswegen dem Umstieg auf digitale Aufnahmeverfahren teils eben solche Technikfeindlichkeit entgegen schlug wie einst der frühen Fotografie durch die Verfechter der Malerei als der einzig selig machenden Darstellungsmöglichkeit. Die Fotografie ist heute Mittel in jedermanns Hand – wo es früher des Kriegsfotografen bedurfte, knipst heute der GI selbst.
Vorgestellt wird hier eine Sozialgeschichte der Fotografie, die Teil der Magisterarbeit Das Foto als Mittel lokaler Publizistik ist, die 1984 an der Ruhr-Universität Bochum entstanden ist.
Gutachter waren Prof. Heinz-Dietrich Fischer (Kommunikationswissenschaft) und der Kunsthistoriker Prof. Max Imdahl (†).
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